U2 oder wie ich lernte, die Bombe zu entschärfen*

Authentizität und Inszenierung, es dürfte wohl kaum eine Band auf diesem Planeten geben, die damit so sehr polarisierte und – sehr aktuell – es noch immer tut: Schwarz oder weiss, gut oder böse stehen sich hier als Extreme gegenüber. Dazwischen scheint es noch immer nichts zu geben, wenn man über diese 4 aus Irland spricht.

Es gibt da einen uralten Witz, der viel über die Geschichte und Geschichten der Band preis gibt: Sagt Bono zum Konzertpublikum: „Jedes Mal, wenn ich in die Hände klatsche, stirbt in Afrika ein Kind.“ Da ruft einer aus der Menge: „Dann hör doch endlich auf zu klatschen.“

Die Geschichte von U2 ist aber auch für viele eine ganz persönliche Geschichte, die der geneigte Leser gerne an den betreffenden Stellen im Internet recherchieren kann. Meine persönliche Geschichte handelt von den ruppigen Anfängen auf „Boy“ und „War“ in den frühen 1980ern (ja, die gab es wirklich…), über die ersten Stadionhymnen, die man damals live im WDR-Fernsehen oder aus London verfolgen konnte, bis hin zum Konsensrock „Joshua Tree“ oder „Unforgettable Fire“. Irgendwann auf dem Weg verloren wir uns aus den Augen. Was manchmal dann auch schade ist.

Und 2015? Bono ist noch immer „der Gute“; Themen wie Nordirland oder Martin Luther King treten zurück und machen Platz für „das Gute“ und gegen das Dunkle auf dieser Welt. Und das Dunkle, was ist das heute genau? Hunger und fehlende soziale Gerechtigkeit?

Und was machen U2? Die machen einfach immer weiter wie bisher: manchmal authentisch, manchmal inszeniert. So wie bei einem intimen Konzert vor 200 Fans in einem Treppenhaus in Oberhausen, auf dem sich die Rock-Superstars U2 volksnah gaben. 2015 folgen dann wieder ausverkaufte Stadionkonzerte in Deutschland, Europa und auf anderen Kontinenten. Und wer glaubt, das nicht verpassen zu können, gibt es die Tickets dafür hier.

*Hinweis: Dies ist ein gesponserter Artikel.

Erfolg – Brillenmann

Minimalistischer Smash-Hit! Hier als Pop-Miniatur über Charaktere, die sich in der Selbstverwirklichung aufreiben: die Geschichte von „Brillenmann“, dessen Titelfigur im Nachtleben überall immer schon da ist, wenn andere erst später hinkommen. Auf der Bühne sowie bei Aufnahmen wird Erfolg, Johannes von Weizsäcker, von einem Damenchor begleitet, der sich mit gewissem Recht als „Der Beste Damenchor Aller Zeiten“ bezeichnet.

Tourdaten:
19.02. Hamburg, Molotow*
20.02. Berlin, Lido*
(* auf Tour mit DIE TÜREN spielen DER MANN)

Die Heiterkeit und ein paar Antworten

2012 erschien das erste Album der Heiterkeit, „Herz aus Gold“. Was für ein schönes Referenzuniversum die drei Musikerinnen öffneten, aber verweigerte anders als all jene eine klare Zuschreibung, so fragend, freundlich, zweifelnd, zögernd. Ein Rätsel führte zum nächsten. Stella Sommer, von der das eigene Label schreibt: „(ihre) ungewöhnliche Stimme befindet sich in einer der schönsten Ahnenfolgen der Welt, derselben der z.B. auch Patti Smith oder natürlich Nico angehören, androgyn und messerscharf.“ hat zwischendurch mal 3, 4 kurze Fragen beantwortet:

Was war das erste Lied, das Du heute Morgen nach dem Aufstehen gesummt hast?
Sowas passiert mir eigentlich nicht. vor ein paar tagen war es mal Wild horses von den Rolling Stones. Vermutlich weil ich am Tag vorher eine Pferdedoku geguckt habe. ich summe aber wirklich äußerst selten.

Ich las vor Jahren: „Alles ist so neu“ zum Beispiel, von ihrer großartigen Vinyl-EP, eine zutiefst gereizte, unterzuckerte Indiepop-Hymne, wie Pavement mit Nico – oder gleich Marlene Dietrich. Schmeichelt dir das? Oder hätte man sagen sollen: „Wie Pavement mit Stella“ ?
Ach, das mit Pavement war ja eigentlich nur eine Nettigkeit seitens der Journalisten. Wir haben immer verbreitet, dass wir wie Pavement klingen bzw. die größten Pavementfans seien. Dass wir große Fans sind, stimmt auch. Aber dass wir wie Pavement klingen konnte ausser uns glaub ich niemand hören. Und selbst wir wussten eigentlich auch genau, dass wir nicht so klingen. Ich könnte mir schlimmeres vorstellen, als mit Marlene Dietrich oder Nico verglichen zu werden. Ich mag wie sie gesungen haben.

Was sind deine Inspirationsquellen? Ein Film? Ein Gemälde?
Alles. Immer Unterschiedlich. Was man so aufschnappt. Bücher, Gespräche, Filme, Bilder. Musik. Das kann überall herkommen.

Hast Du einen bestimmten Song, einen Film im Kopf, der deine Kreativität beflügelt, wenn Du an einem neuen Lied, einer Platte arbeitest?
Nein, gar nichts in der Art.

Wo und wie komponierst Du deine Lieder?
In meinem Zimmer, die Gitarren stehen am Bettende. Seit ich denken kann eigentlich.

Hast Du irgendein Ritual oder eine bestimmte Angewohnheit, um kreativ zu sein?
Nein. Wirklich steuern kann ich zumindest das eh nicht. Ich versuche nur immer möglichst durchlässig zu sein, wenn ich grade am Texteschreiben oder Ideensammeln bin.

Lost Lander (Live on KEXP)

Wenn man (inzwischen) nicht über alles, was aus Portland kommt, die Nase rümpfen müsste (…), könntest Du diese Lost Lander (Matt Sheehy und Brent Knopf von Menomena zu deiner nächsten unhippen Portland-Lieblingsband erklären. Diese KEXP-Session ist aus dem Jahre 2012:

2014 geht’s mit Dear Reader auf Europatour:

15/01 : Musikzentrale, NÜRNBERG*
16/01 : Kulturzentrum Merlin, STUTTGART*
17/01 : Alte Mälzerei, REGENSBURG*
18/01 : Alte Feuerwache, MANNHEIM*
19/01 : Brotfabrik, FRANKFURT-AM-MAIN*
21/01 : Musikbunker, AACHEN*
22/01 : Bahnhof Langendreer, BOCHUM*
23/01 : Objekt 5, HALLE/S*
24/01 : Tower, BREMEN*
25/01 : Kleine Freiheit, OSNABRÜCK*
01/02 : Noch Besser Leben, LEIPZIG
02/02 : Monarch, BERLIN
* mit Dear Reader

Video: Mozes and the Firstborn – Gimme Some

Garagenpop aus Eindhoven? Mozes And The Firstborn ist hier eine der besseren Bands des Jahres 2013. Nun haben sie ein neues Video zum Song „Gimme Some“. Im Zentrum steht die befreundete Amsterdamer Skatecrew „Booticelli Boys“.

Mozes and the Firstborn gehören zu den ersten Bestätigungen für das SXSW Festival in Austin 2014. Ab 7. November begleitet die Band das famose Unknown Mortal Orchestra auf der gesamten Europatour.