Kategorie-Archiv: mp3

mp3 musik gratis

Im Fleischwolf: Die ersten 4 bei elbows

Beirut – East Harlem:
Zach Condon ist Spezialist wenn es um Jammerlieder mit Ortsnamen geht (Nantes, Pompeii…). So heisst seine neue Single dann auch konsequenterweise “East Harlem”. Konsequent ist auch, dass irgendwann in jedem Lied die Trompete einsetzt, damit wir nicht einschlafen. Bleibt also alles wie gehabt.

mp3: East Harlem

Stephen Malkmus and the Jicks / Senator:
“Oha, eine Deluxeversion von Wowee Zowee!” dachte ich. Und “What the senator wants is a blowjob klingt ja auch schlüpfrig!” Erst danach erfuhr ich, dass das ganz neues Material ist von Stephen und dass Beck seine Finger im Spiel hatte. Und dann verlor ich urplötzlich das Interesse noch mehr darüber zu schreiben.

mp3: Senator

Twin Sister / Bad Street
Funky! Haben die nicht mal früher mehr in lo-fi gemacht? Daran scheinen sie sich zu erinnern, wenn sie singen: “I want it bad, I want it bad”. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das etwas über die frühere Qualität aussagen soll oder etwas Versautes meint. Weiss man bei Rockmusikern ja nie so genau.

mp3: Bad Street

Jamie XX / Far nearer:
Richtig, Jamie xx kennen wir alle von The xx. Und steel drum ist das neue Saxophon in der Popmusik. Und wenn nach gefühlten 160 Stunden die drum einsetzt, dann wird es zu einem veritablen Kracher für den Samstagabend in den Tanzhallen zwischen Hildesheim und Bad Godesberg.

Link bei Soundcloud: Far nearer

Jimmy Eat World erleben ihr Stalingrad

Den eigenen musikalischen Untergang – in 12 Lektionen – proklamieren Jimmy Eat World auf “Chase the light”.

Vielleicht sollte ich weiter ausholen, um verständlich zu machen, wie sich die 4 aus einer grauen Vorstadt von Phoenix/Arizona aufmachten, mit “Static Prevails” und “Clarity” die Anerkennung zu erlangen, die eigentlich geradewegs in den Rockhimmel hätte führen können. Doch genau das werde ich nicht tun. Nichts ist so langweilig wie Geschichten über eine Musik aus der “guten, alten Zeit” zu erzählen.

Nein! Heute, da schreiben wir 2007 und heute ist nicht mehr wichtig, was einmal war. Heute gefallen sich Jimmy eat world in ihrem hier und jetzt. Und lassen mit ihrem plumpen Rock, ihrem öden Gegröhle und ihren schmierigen Hooks keine Möglichkeit aus, alles in Grund und Boden zu versenken und verbrannte Erde zu hinterlassen. Ich frage mich da nur: Vielleicht interessiert sie die Anerkennung ja gar nicht mehr? Vielleicht versuchen sie ja nur “dem neuen Publikum” genau das zu geben, wo nach es dürstet? Dann wäre ihnen mit “Chase the light” wohl noch etwas gelungen. Doch wer will so etwas schon?

Zum Schluss die gute Nachricht: Wer bei “Futures” geglaubt hatte, dass es nicht noch belangloser gehen könnte, der wird mit “Chase This Light” nun eines Besseren belehrt. Auch eine Art Fortschritt also…

So geht es auch: MP3: Jimmy eat world / Lucky Denver mint (live 2001)

Many thanks for your honest opinion

Sage nicht ich, sondern The Lodger, die sich aus Leeds mit einem winzigen Satz im Gepäck aufmachen, den Osten Amerikas zu bereisen: “We’re not superstars, we’re only kicking sand”. Koketterie? Ja, vielleicht. Aber immer noch ehrlicher als das, was The Kaiser Chiefs oder The Arctic Monkeys tagtäglich an Authentizität hinausposaunen. Und mit ihrer musikalischen Reminiszenz an The Housemartins oder vielleicht auch an The Wedding Present, klingt ihr nervöser Pop auf “Growns-Ups” alle mal besser. Nur eben nicht wirklich neu. Aber dieses Prädikat “neu” dürfte eh nur eine Erfindung der Musikpresse sein, die sich selbst immer neu erfinden muss.

Ein grandioser Song…

MP3: The Lodger / Kicking sand

Ach, natürlich freue auch ich mich über Eure ehrlichen Kommentare…

[tags]The Lodger, Kicking sand[/tags]

George Pringle und diese Blogtronica

George Pringle

“It’s Georgina Pringle, and she is about to be huge.” Probably.

I don’t seem to dance much any more singt sie. Eigentlich vertont ja Georgina Pringle nur ihre Blogeinträge. Aber wird man damit zum Star? In England schon. Probably.

Blogtronica – wäre dieser Begriff eine Erfindung von mir, dann täte ich alles daran setzen, mir dieses buzzword so bald wie möglich schützen zu lassen. Gerade jetzt in dieser Sekunde findet man Georgina ganz bestimmt, wie sie ihre methaphorischen Monologe über pfeilschnelle Elektronica legt, die sie hastig in ihrem Schlafzimmer in Oxford zusammensetzt. Mit der gleichen Geschwindigkeit brauchte es nur ein paar Demos von George Pringle bei MySpace und vier Auftritte, und schon strahlte uns ihr Lächeln aus dem NME und dem Guardian entgegen, der sich zu eben solchen grossen Lettern hinreissen lässt.

I don’t seem to dance much any more. Das können wir ja jetzt zu ihrer Musik…

MP3: George Pringle / LCD I LOVE you but