Kategorie-Archiv: Track Of The Week

Diana – Strange Attraction

Zuerst gab es da Joseph Shabason, Saxofonist bei Dan Bejars Destroyer, der entscheidend am Album “Kaputt” beteiligt war. Dann stieß Carmen Elle hinzu, die auch bei “Army Girls” singt. Und jetzt? Elegante Bässe und Rhythmen, hallgetränkte Gitarren, verspielte Keyboards… Also, ihr Pop-Liebhaber, wenn Diana das halten, was sie mit Strange Attraction vorlegen, dann könnte es was werden.

Video: Mile Me Deaf – Brando

Siluh Records aus Wien entwickelt sich hier bei uns langsam zum Lieblingslabel: Erst bescheren sie uns die wunderbaren Francis International Airport und nun Mile Me Deaf, die mit bittersüßem lo-fi, nachlässigem Geschrammel und Puppen eine (typische?) Musikerkarriere nachspielen. Am 21.Juni erscheint die EP „Brando“. Einen Tag vorher sind sie beim c/o Pop / Köln im Gloria Theater.

Regie führte: Wolfgang Möstl

Francis International Airport – The Right Ones

Und die beste deutsche Musik kommt heute aus Österreich: Francis International Airport, die sich mehr und mehr von den Gitarren (z.B. auf ‘In the woods’) trennen und sich heuer dem 1980er-Krautrock-Elektro-Dreampop zuwenden.

Fazit: ‘The Right Ones’ hat eindeutig das Potential, 2013 der Tanzhallenkracher in Wilhelmshaven, Magdeburg, Norderstedt, Hildesheim zu werden.

Ghost Bees | Tasseomancy – Ashkelon

“Ghost Bees? Quatsch, das sind doch Tegan & Sara!” werden einige rufen. “Nein, das sind die Zwillinge Sari und Romy Lightman!” rufe ich zurück. Und auch wenn der musikalische Ausdruck ähnlich erscheinen mag, so erscheinen mir diese zwei Stimmen – zu Gitarre und Mandoline – von diesem Geschwisterpaar doch ein wenig näher an (m)einer Idee von Sirenen-Gesang.

Summer Camp – Losing My Mind (DGRC Remix)

Wir hier lieben Summer Camp. Wir lieben sie so sehr, dass wir natürlich beim Pledge für ihr erstes Album [wpseo]Welcome to Condale[/wpseo] mitgemacht haben. Und natürlich lieben wir auch diesen Remix von Dawn Golden und Rosy Cross, der ihren Beinahehit “Losing My Mind” noch einmal ordentlich tiefer legt. Dieser Remix wird auch auf der “Losing My Mind” EP sein, die am 19. März bei Moshi Moshi erscheint.

Via

Ein letzter Sommer mit Eleanor Friedberger

Folk mit Eleanor Friedberger

Ist dies das vielleicht schönste Sommeralbum des Jahres? Auch wenn der heutige Artikel mehr wie ein Roman von Rosamunde Pilcher klingen mag, so wäre ein Vergleich mit Eleanor Friedberger (Sängerin bei The Firey Furnaces) natürlich völlig fehl am Platz. Denn für Kitsch ist auf ihrem Solo-Album “Last Summer” kein Platz. Eher erinnert sie noch einmal an etwas Vergangenes (das wir nicht hatten?) und bringt uns mit allerhand Trompeten, Streichern, Farfisa, Saxophon und einer leichten Melancholie den Sommerpop zurück.

Download: Eleanor Friedberger – Scenes from Bensonhurst

Vetiver – The errant charm

Dass ich von Zeit zu Zeit auch andere Blogs lese und nicht nur in meinem eigenen Saft schmore, beweise ich heute mit diesem post über Vetiver, die ich bei das klienicum entdeckt habe. Dieses “Wonder why” hier startet mit einer gewissen The Byrds-Leichtigkeit, die dann zu einer leicht überdrehten Fröhlichkeit wird und nur noch entfernt nach dem typischen Vetiver-Folk klingt.

free mp3: Vetiver / Wonder why

Woodpigeon – Die Stadt Muzikanten – My Denial In Argyle

Woodpigeon - Die Stadt Muzikanten

Wie, frage ich mich heute Morgen, wie kommt Mark Hamilton aus Calgary dazu sein drittes Album nach einem deutschen Märchen zu betiteln? Und wo, frage ich mich jetzt, wo ist der Bezug zu Bremen – sollte es ihn denn geben? Für die Auflösung der Geschichte bedarf es eigentlich nur weniger Klicks: Mark setzt hiermit seiner aus Bremen stammenden Grossmutter ein virtuoses, musikalisches Denkmal – manchmal ruhig und gelassen, dann hektisch und überschlagend. Sie nennen so etwas wohl Folk, Country, Pop, Indie…doch es ist ganz einfach Woodpigeon.

Und wie genau klingen die jetzt?
Bitteschön: Woodpigeon / My denial in argyle

Weitere Infos: http://www.myspace.com/woodpigeon

There she goes again

Hier haben wir ihn also – einen Riff, der sich locker in die Geschichte der Brot und Butter-Riffs einreihen darf: There she goes again. Irgendwo – zwischen Kakophonie, musique concrète und agogischen Schwankungen – machte es sich dieses naiv-verspielte Liedchen auf dem “Bananenalbum” The Velvet Underground and Nico gemütlich. Doch so richtig glücklich waren die Fans von VU wohl nie mit ihm: “Nicht tiefsinnig genug, zu banal!”, schrien sie und weideten sich lieber in den existentiellen Liedern, wie Heroin oder Venus in Furs. Zum Teufel mit ihnen! dachten sich da die Beat Farmers und verbeugten sich 1984 mit ihrer Version (auf Tales of the New West) tief.

Klingt: Laut und unsauber – aber dafür mal eben doppelt so schnell gespielt. Play it loud.

[mp3] The Beat Farmers / There she goes again (VU cover)