Kategorie-Archiv: Strandperlen

Krill – Infinite Power

Dieses Infinite Power von Krill hat einfach alles: Rock ‘n’ Roll, es ist betont mittelmäßig produziert, es wird geschrieen und es hat dieses leicht überdrehte Finale, in dem der Sänger den Satz „If you wanna feel like a failure, that’s your right!“ gröhlt variiert. Wenn ich 2013 mehr Musik gehört hätte, wäre mir diese Perle wohl entgangen.

Das Album “Lucky Leaves” gibt es bei Bandcamp

The Style Council – Classic Album Selection

The Style Council_Classic Album Selection

The Style Council_Classic Album Selection

Müde von den Zwängen, die auf The Jam lasteten, schockte Paul Weller seine Fans und die Welt der Medien, als er die beliebteste britische Band der frühen 80er Jahre – auf dem Höhepunkt ihres Erfolges – im Jahr 1982 auflöste. Er war schlichtweg frustriert von der der musikalischen Richtung, die The Jam eingeschlagen hatten, und wollte einfach mehr Soul, Jazz und R’n’B in seiner Musik haben.

Mit dem Keyboarder Mick Talbot gründete er eine neue Band und schuf ein loses Kollektiv von Musikern, die er jeweils nach dem Stil der Musik aussuchte, die sie gerade produzieren wollten. Sein Stil? Amerikanische Einflüsse, durch den europäischen Filter gejagt, und eine Rückkehr zu den frühen Wurzeln der Mod-Kultur. So schufen The Style Council eine Handvoll wunderbarer Singles und Alben.

The Style Council – 30 Jahre später

2013 ist der 30. Geburtstag der Band und ihrer ersten Hits. Und ich freue mich über eine 6-Alben-Box, die Introducing The Style Council, Cafe Bleu, Our Favourite Shop, The Cost Of Loving, Confessions Of A Pop Group, Modernism: A New Decade enthält. Und natürlich alles, was ich kenne (Shout To The Top und Walls Come Tumbling Down) und liebe.

Das Video zu “Shout to the top” unten ist übrigens von 1984 – für mich eines der angenehmen Popstücke aus diesem Jahrzehnt. Über die Ästhetik der 1980er hülle ich mal den Mantel des Schweigens.

10 Bands, die noch nicht genügend Aufmerksamkeit bekommen

Zeitgeist - Hypemachine und BBC6

Schenkt diesen Bands mal eure ungeteilte Aufmerksamkeit: Hype Machine und BBC Radio 6 Music präsentieren mit dem sogenannten “Zeitgeist” 10 Bands, die ihrer Meinung nach noch nicht genügend Beachtung innerhalb der Bloggerwelt gefunden haben. Also, das was noch nicht gehypt wurde oder wird. Eine gute Idee! Meine Empfehlung: Twin Peaks mit “Stand In The Sand” – ein Haufen Türken, die in Chicago gelandet sind und richtig guten fuzzigen Rock & Roll spielen…

Und hier sind – bequem zum Abspielen im Player – die Empfehlungen der Blogger: Zeitgeist Hype Machine.

Alabama Shakes – Hold on

Wir haben das SXSW-Festival im TV verfolgt und sind uns sicher: dies ist jetzt das erste und letzte Mal, dass wir euch diese Rocker hier von Alabama Shakes, die so wunderbar nach 60s Soul, Punk und Erde klingen, ganz ganz stark empfehlen! Berlin ist bereits AUSVERKAUFT. Also: Nicht, dass ihr hinterher sagt, wir hätten euch nicht gewarnt…

26.04.2012, Molotow, Hamburg
27.04.2012, Magnet, Berlin AUSVERKAUFT!

Breton – Other people’s problems

Die Frage steht im Raum: Wie genau soll man Breton einordnen; in welche Schublade soll man sie stecken? Sind Breton Soundtüftler (so etwas wie multimediale ‘Massive Attack’), wenn sie Schritte in einem verlassenen Krankenhausflur, die Anklagen eines Beatpoeten auf Acid und Lieder eines Imans in einer belgischen Moschee unter ihre treibenden Sounds und ästhetische Bilder mischen? Sind sie womöglich die wahren Erben eines André Breton?

Waiting for a new c86 – The June Brides

Wer hat denn nun eigentlich den Indiepop erfunden? Und was haben die ganzen Bands in 2011 noch mit twee zu tun? Wenn ich mich einmal so richtig langweilen sollte, dann werde ich in einer eigenen Radio-Show die grosse Geschichte des NME-Mixtapes “c86″ (eine Bezeichnung, die später zu einem Genre wurde…) aufrollen und von der Entstehung des Indiepops erzählen. Und ich bin mir sicher, mir könnte der grosse Wurf gelingen.

Aber erst einmal spiele ich euch The June Brides vor, die als der grosse Einfluss auf “Twee” und “c86″ galten und gelten. Eigentlich paradox, hatten sie es doch abgelehnt, auf dem Mixtape “c86″ zu erscheinen.

mp3: The June Brides / Waiting for a chance (John Peel session, 1987)
Mehr über The June Brides bei Indepedia.

Tom Williams and the Boat – Get Older

Von Glastonbury zum Latitude, als UK-Support von Stornoway und nun erscheint ihr Debüt “Too slow”. Wenn “Get older” eher schwächelt, so rettet sich das Stück – auch dank der formidablen Stimme von Tom Williams – gegen Ende zu einem schönen Stück Rock. Nicht mehr und nicht weniger.

David Horvitz – simple instructional ideas

“For all of 2009 I will send out small texts of simple instructional ideas through the mailing list below. I will also post screenshots of them on this tumblr page. These will not be done everyday, only when i feel like it and have access to the internet. But the attempt will be to do them everyday.”

disposable

david-horvitz

Der Künstler ist auch bei Twitter.