Kategorie-Archiv: Twee

The School wollen zu dir

The School sind aus Cardiff, Wales und ihr Twee Pop ist phantastisch. Und das wollen sie 2013 auch in deinem Club zeigen:

„We’re planning for 2013. We want to play in your country. If you know any lovely pop promoters in your area message us! We can’t promise we’ll be able to get everywhere, but we’ll certainly try to play as many places as possible x“

Wer jemanden kennt, der das präsentieren möchte, der sollte sich bei The School auf Facebook melden.

Hospitality – Betty Wang

Hospitality Band

Was könnte man noch über Hospitality schreiben, das noch nicht geschrieben wurde? Über die Leichtigkeit, mit der sie Liedchen wie dieses “Betty Wang” aus dem Ärmel schütteln? Über die Stimme von Amber Papini, die wie geschaffen ist für diese Art von Pop-Perlen? Oder einfach über die Freude darüber, dass nach ihrer EP aus dem Jahre 2009 endlich eine richtig lange CD bei Merge erscheint? Klickt einfach auf “Play” und ihr bekommt die Antwort.

Download: Hospitality / Betty Wang
Die Band ist auch bei Facebook.

Sea Lions schreiben jetzt Indiepophymnen – Grown Up

Everything You Always Wanted to Know About Sea Lions but Were Afraid to Ask

Ein probates Mittel, um mit dem ganzen Kummer umzugehen der an den Sea Lions nagt, haben sie schon gefunden: sie nehmen einfach ein Tambourine in die Hand und den Kummer einfach nicht richtig Ernst. Anders kann ich mir nicht erklären, dass Sätze wie “When I get home from work I feel tired and depressed / An empty room, no girlfriend to ask me how my crummy day went” im Hintergrund von croonenden “Oooh-oohs” begleitet und in flauschig-zarte Twee-Gitarrenwatte eingewickelt werden.

Direkt rüber zu Soundcloud
Dir gefällt es hier? Dann füge uns doch bei Wikio.de hinzu!

The Pale Corners – Fireflies

Fireflies - die neue Single der Schweden von The Pale Corners

Nicht nur der Name “The Pale Corners” erinnert mich an Bandnamen aus den seligen 1980ern. Nein, ganz und gar leicht, locker und unheimlich Twee jubilieren die Streicher und hallt der Chor auf “Fireflies”. Abgemischt hat dieses perfekte Stück Schweden-Pop ein gewisser Philip Ekström (The Mary Onettes).

Direktlink:
Fireflies erscheint auf Since Records.

Umsonst: Slumberland Sommer 2011 Sampler

12 Lieder und dann wird’s mal wieder richtig Sommer. 12 mal geballtes Gefühl und Energie von und mit Veronica Falls, Brilliant Colors, Devon Williams, Art Museums, Go Sailor, Kids On A Crime Spree, Gold-Bears, Weekend, Girls Names, Terry Malts and Crystal Stilts und wen ich nicht alles vergessen habe…

Hier entlang zum Sampler!

Geht doch nach drüben!

Seit gestern Nacht ist dieses erlesene Blog hier nun auch dort drüben bei laut.fm. Unter der Adresse laut.fm/itstoolong hört ihr ab jetzt noch besseres Radio im Web. Bisher sind von mir knapp 1 Stunde und 30 Minuten erlesener Twee, C86 und Indiepop zu hören, die erst einmal den Beginn und die mittlere Phase der frühen 1980er beleuchten (ich sage nur: Sarah Records…). Jeweils einmal die Woche wird aktualisiert. Wann das sein wird, teile ich natürlich rechtzeitig mit.

Und nun heisst es: “Geht doch nach drüben! Zu laut.fm!

Gold-Bears, was hört ihr da?

Gold Bears spielen aus ihrem neuen Album "Are You Falling In Love?".

Was die Paris Sisters für Jeremy Underwood von den Gold-Bears bedeuten, warum er gern vor dem Kamin spielt und was er kurz nach dem Aufstehen summt: 5 Fragen und 5 Antworten an eine Band, die gerade im Affenzahn durch das Studio gefegt ist und ihr formidables Debüt “Are You Falling In Love?” bei Slumberland Records veröffentlicht hat. Und von dem wir noch einiges zu hören kriegen werden…

(please scroll down for english version)

Was war das erste Lied, das Du heute Morgen nach dem Aufstehen gesummt hast?
“Sudden Walks” von Small Reactions. Seitdem die mir vorab ihre 7″ geschickt haben, summe ich das schon die ganze Zeit vor mich hin.

Was sind deine Inspirationsquellen?
Am meisten Musik und das tägliche Leben. Ich höre wirklich viel Musik am Tag und ich wäre dumm, würde ich jetzt behaupten, dass ich mich nicht von der Musik anderer inspirieren lasse – sie ist so omnipräsent in meinem Leben. Aber auch das Alltägliche inspiriert mich sehr: kurze Gespräche mit meiner Frau, Freunden oder Kollegen. Für die Texte mag ich es, mich sehr bildhaft an Gespräche und Situationen zu erinnern und sie dann in ziemlich extreme Situationen zu verwandeln.

Hast Du einen bestimmten Song, der deine Kreativität beflügelt, wenn Du an einem neuen Lied, einer Platte arbeitest?
Ich habe eigentlich keinen bestimmten Song, der meine Kreativität so richtig in Gang bringt. Zur Zeit höre ich viele Lieder von Freunden, die mich daran erinnern sollen, dass auch ich vielleicht Lieder schreiben könnte, die an deren Level heranreichen. Also höre ich viel Brave Irene/ Rose Melberg, Summer Cats und Sarandon.

Wo und wie komponierst Du deine Lieder?
Ich neige eher dazu Lieder zu schreiben, wenn ich es eigentlich gar nicht will. So habe ich zum Beispiel “Something to think about” auf dem Weg zur Arbeit im Auto geschrieben. Kreativität kommt echt im ungünstigsten Moment… Bevor ich dieses Handy hier hatte, mit dem man aufzeichnen kann, habe ich im Auto Texte und Melodien immer wiederholt – immer in der Hoffnung, dass ich sie nicht vergessen werde. Zum Glück habe ich jetzt eines von diesen Smartphones, mit dem ich mehr an den Songs feilen kann.

Hast Du irgendein Ritual oder eine bestimmte Angewohnheit um kreativ zu sein?
Ehrlich gesagt, ein Ritual oder eine Angewohnheit habe ich da nicht. Es ist bei mir eher so, dass, wenn ich versuche kreativ zu sein, das meistens komplett in die Hose geht und der Song unehrlich und irgendwie gezwungen klingt. Das ist echt dumm – am meisten bin ich in den unmöglichsten Augenblicken kreativ. Nichtsdestotrotz, ich mag den Sound in meinem Wohnzimmer. Da entsteht ein ganz besonderer Klang der Gitarre, wenn er vom Kamin zurückhallt. Klingt echt gut.

Zum Schluss die Frage: Wenn es ein Lied gibt, das dich und dein Leben am besten beschreiben könnte, welches wäre es?
“I love how you love me” von The Paris Sisters.

mp3: Gold Bears / Record Store

(english text)
Q: What was the first song you’ve been humming this morning?
A: I was humming “Sudden Walks” by Small Reactions this morning. I’ve been humming that song ever since they sent me an advance of their new 7″.

Q: What are your sources of inspiration?
A: Music and every day life, mostly. I consume a lot of music on a daily basis. I’d be stupid to say i don’t draw inspiration from admiring someone else’s work; it is so ubiquitous in my life. i am also very influenced by the mundane: small conversations i have with my wife or friends or with co-workers. lyrically, i like to take vivid memories of conversations or situations and turn them into the most extreme circumstances.

Q: How do you get creative? Do you have a creativity habit?
A: I don’t really have a ritual or habit when I want to get creative. In fact, I find that if i try to be creative then I wind up writing a dishonest/forced song. This is quite unfortunate, actually. I am often creative at the most inopportune times. However, I like the way my living room sounds. There’s just something about the way the guitar bounces off the fireplace. It’s quite nice.

Q: How and where do you compose your songs?
A: I tend to write songs when I don’t want to. For example, I wrote a song off our second 7″ (“something to think about”) while I was driving to work. Creativity sneaks up at the worst times, really. Before I had a phone that was capable of recording audio, I would repeat a lyric and melody to myself over and over and over during my drive to work in hopes i’d remember it in the morning. Fortunately, I now have a phone that is rather smart – I can work on songs more often.

Q: What is your favourite music tune that you always play when you need to get creative with your new project?
A: I dont have a particular song that sparks instant creativity. Currently, I like to listen to songs that my friends have written to remind me that maybe I can write a song that’s at their level. maybe. So I listen to a lot of Brave Irene/ Rose Melberg, Summer Cats, and Sarandon.

Q: If there’s a theme song to your life, what would it be?
A: “I love how you love me” by the Paris Sisters.

Sampler: Ain't that Twee?

Twee war immer niedlicher, naiver Pop mit süsslichen Melodien, doch dabei auch immer schräg und erfrischend unprofessionell. Sarah Records und Creation waren die Labels, die den neuen Zeitgeist, der lange keiner sein wollte, prägten. Indiepop wurde zum Lebensentwurf, zum Gegenpol gegen alles, was die “Industrie” in den Jahren produzierte.

Doch was ist Twee? Die einen schimpften ihn verächtlich “Wimp-Pop”, Pop von Weicheiern also, die anderen diplomatischer “Anorak-Pop”. Doch dass Twee die Geburtsstunde des Indie Pop – so wie wir ihn heute kennen – bedeutete, leugnet heute keiner mehr. Die Hälfte der Bands, die auf dem Slumberland Label erscheinen, beziehen sich heute wieder auf die frühen 1980er. Deshalb werfen wir heute einen Blick zurück auf einen Lebensentwurf, der heute wieder so aktuell wie damals erscheint. Doch zu viel ist geschehen (auch in der Musik und ihrer Vermarktung), als das man 1985 1:1 auf die heutige Zeit übertragen könnte. Doch Nostalgie muss nicht immer mit einem melancholischen Blick zurück einhergehen.

Direktlink: Isn’t that twee?

Waiting for a new c86 – The June Brides

Wer hat denn nun eigentlich den Indiepop erfunden? Und was haben die ganzen Bands in 2011 noch mit twee zu tun? Wenn ich mich einmal so richtig langweilen sollte, dann werde ich in einer eigenen Radio-Show die grosse Geschichte des NME-Mixtapes “c86″ (eine Bezeichnung, die später zu einem Genre wurde…) aufrollen und von der Entstehung des Indiepops erzählen. Und ich bin mir sicher, mir könnte der grosse Wurf gelingen.

Aber erst einmal spiele ich euch The June Brides vor, die als der grosse Einfluss auf “Twee” und “c86″ galten und gelten. Eigentlich paradox, hatten sie es doch abgelehnt, auf dem Mixtape “c86″ zu erscheinen.

mp3: The June Brides / Waiting for a chance (John Peel session, 1987)
Mehr über The June Brides bei Indepedia.