Piano und Streicher, ein Auftritt im Film “Heartbreaker” (mit Vanessa Paradis) und ein Album mit dem Namen “My friends all died in a plane crash”. Und dazu dieses “Dee Doo” um fröhlich-blöd durchs Zimmer zu tänzeln. Mehr braucht es nicht um den Franzosen von Cocoon zu verfallen.
Die Natur greift an und alle Zeichen stehen auf Sturm in Husum. Ja, richtig gehört: Husum! Aber musikalisch sind Vierkanttretlager schon mal ganz große Welt. Für die ‘Lausch Lounge’ haben die vier Jungs von der Küste ihre Gitarren zu Hause gelassen und stattdessen Besenschlagzeug und Quetschkomode mitgebracht. Wir hoffen, dass sie uns das mit den ohne Gitarren in Bremen wiederholen!
Vierkanttretlager am 02.02.2012 um 21:00 in Bremen, Betonschiff Treue
Mehr aus Husum dann auf ihrer Webseite.
“Genesis”? Wenn ich es nicht besser wissen würde, hätte ich ein Lied von Grimes mit so einem Titel wohl auf einem Label wie 4AD verortet. Und wie es der Zufall will, ist Claire Boucher (also die Person hinter Grimes) haargenau auf diesem Label gelandet. Mein Fazit: 04:15 Minuten mit asiatischen Anklängen, einem halbwegs brauchbaren Beat und diesem Engelsgesang können ziemlich lang werden.
Aufmerksame Zuschauer von “Grey’s Anatomy” werden dieses Lied von Benjamin Francis Leftwich natürlich sofort erkannt haben. GZUS rührt noch ein wenig Dub unter das – doch ein wenig zu schmalzige – Original und rettet so für uns alle dieses Lied.
Was könnte man noch über Hospitality schreiben, das noch nicht geschrieben wurde? Über die Leichtigkeit, mit der sie Liedchen wie dieses “Betty Wang” aus dem Ärmel schütteln? Über die Stimme von Amber Papini, die wie geschaffen ist für diese Art von Pop-Perlen? Oder einfach über die Freude darüber, dass nach ihrer EP aus dem Jahre 2009 endlich eine richtig lange CD bei Merge erscheint? Klickt einfach auf “Play” und ihr bekommt die Antwort.
Es gibt jetzt kein zurück mehr: Shoegaze ist wieder da! Und wer hat Schuld? Natürlich die Neo-Shoegazer The pains of being pure at heart, die seit 2009 den Weg für immer mehr Bands freigespielt haben, die auf dem Revival schwimmen. Obwohl: war das eigentlich jemals so richtig weg, um auch so richtig wieder zu kommen?
Wer am 25.04. in Bremen (mit einer Begleitperson) dabei sein will, der kommentiert oder schickt einfach eine Mail an: submit (at) itstoolong.com. Das Los entscheidet.
Jetzt also Anti-Flag. Im März 2012 erscheint ihr neues Album “The General Strike” (Sideonedummy Records / Cargo) und dies ist auch gleichzeitig das Motto, mit dem die Punks aus Pittsburgh/Pennsilvania im April auf Club-Tour durch Deutschland ziehen.
“Unsere Fans in Deutschland waren schon immer die größten Unterstützer von Anti-Flag”, erklärt Bassist Chris #2 in Hinblick auf die Tour. “Um unseren Fans dort etwas zurückzugeben, haben wird die Tour in sehr kleine Locations gebucht, um diese Konzerte so persönlich und in engster Fanbindung wie nur möglich zu spielen”.
Anti-Flag blicken auf ein prägendes Jahr ihrer Bandgeschichte zurück, in dem die sozial und politisch engagierten Musiker weltweit neue Hoffnung schöpfen konnten. Die von New York ausgehenden Occupy-Proteste haben die neuen Songs nachdrücklich beeinflusst. Von Hardcore-lastigen Ohrwürmern bis The Clash-inspirierten Polit-Hymnen weist “The General Strike” eine größere Abwechslung denn je auf und ist Zeugnis für die Reife der Band auf ihrem mittlerweile achten Album.
Hier die Termine im April 2011
(Tickets über www.x-why-z.eu und www.tickets.de und natürlich auch an allen Vorverkaufstellen):
16.04. DE – Oberhausen – Zentrum Altenberg
18.04. DE – Köln – Luxor
19.04. DE – Wiesbaden – Räucherkammer
20.04. DE – Stuttgart – Universum
22.04. DE – München – 59:1
24.04. DE – Osnabrück – Kleine Freiheit 25.04. DE – Bremen – Tower
26.04. DE – Hamburg – Logo
Alex Kapranos von Franz Ferdinand hat sie gleich einmal ins Studio gezerrt, das Pariser Label Kitsuné hat sie gesignt. Läuft also alles auf die Weltherrschaft 2012 der Citizens! hinaus…
Vor ein paar Tagen sprachen wir ja eher beiläufig über die Londoner Spector und nannten sie in einer euphorischen Laune schon mal eine der Hoffnungen für 2012. Inzwischen orakelt man auch an anderen Orten fleissig weiter, Musikmagazine (und jene, die sich dafür halten) überschlagen sich beinahe stündlich mit Prognosen. Aber wir hier sind schon weiter! Denn wir haben uns festgelegt: Diese Citizens! haben so ein unverschämtes Talent für große Melodien, clevere Sounds und maximale Tanzbarkeit, dass man bei ‘True Romance’ fast weinend vor einem Welthit niederknien möchte. Na ja, vielleicht auch nur bis zum nächsten Hit.
2012 soll ja das Jahr werden, in dem wir alle untergehen. Und gleichzeitig prophezeit uns The Guardian, dass der gute, traditionelle Gitarrenpop – wie wir ihn von Pulp und The Smiths kennen – mit Spector wieder auferstehen wird. Wer behält Recht? Welche der beiden Voraussagungen bewahrheitet sich? Das könnt ihr heute schon mal mit diesem Video testen.
Alle reden über Lana del Rey und Born to die? Wo bleiben Bon Iver, PJ Harvey und Feist? Ohne M83, Metronomy ist das doch keine richtige Liste! Hey, Du hast Veronica Falls und Dum Dum Girls vergessen – und für so eine Schrottliste machst du dir diese Mühe?
Mag alles sein, mag alles stimmen, interessiert mich aber herzlich wenig. Denn hier ist sie: die Liste 2011, in der bestimmt alles fehlt und in der nicht das drin ist, was ihr erwartet habt. Schönes Neues Jahr 2012!