by itstoolong on April 21, 2006

Aufgewacht durch einen Artikel in der “Süddeutschen” via Spreeblick habe ich mich mal in die Welt der Filmmusik gestürzt. Ich bin ja nun nicht unbedingt als Cinephilia bekannt – was ich manchmal bedauere. Aber ich habe mal durch ein paar Bücher – nein, nicht Wikipedia! – geschaut und nehme mir jetzt mal François Truffaut als Inspiration für ein paar mp3s.
Lied 1: Romeo und Julia im Wilden Westen. Serge Gainsbourg singt live. Zur vorgerückten Stunde schon reichlich befeuert. Und die Band spielt Reggae dazu.
Lied 2: Boby Lapointe. Bretone und sehr inspiriert gewesen, der junge Freund des Branntweins. Für François Truffauts Film “Tirez sur le pianiste” hat er folgendes Lied beigesteuert.
Lied 3: Ein Film von Louis Malle (danke!). Das Gesicht der jungen Schauspielerin auf dem Filmplakat kennen wir, oder? Richtig. Jeanne Moreau! Nur die Musik konnte ich im ersten Moment nicht so richtig einordnen. War mir auch nicht so richtig bewußt, dass ein Super-Star wie Miles Davis einem (damals noch nicht Star) des französischen Kinos zur Seite stehen könnte.
mp3: Bonnie & Clyde
mp3: Framboise
mp3: Ascenseur pour l’echafaud
(Upload meinerseits Lied Nr. 3 dauert. Nicht schimpfen.)
PS. Zum Frühlingsanfang gibt’s dann das hier (bitte laut drehen):
mp3: Mr. Blue Sky
PS2. Nicht im Original, sondern in einer Live-Version von “the Decemberists”. So, das war’s dann aber auch jetzt erstmal für den Moment.
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by itstoolong on April 20, 2006
John Peel? Kenn’ ich nicht. Oder doch?
Gut. John Peel begann in den späten 60ern als Radio-DJ auf’m “Piratenschiff”. Dies ist kein Scherz. Die funkten meinen Eltern die Hits der 60er in die vermufften Zimmer der damals noch geteilten Republik. Hits, die das Öffentliche damals nicht senden wollte. Später dann war er beim BBC 1 und verhalf völlig unbekannten Gruppen zum nationalen und internationalen Erfolg. “Pink Floyd”, “Joy Division”, “the Smiths” und so weiter.
Ich hab als Wurst mit 16 Jahren begeistert am BFBS gehangen und unzählige Analog-Tapes bespielt. Natürlich mit 1a-Rauschen und Aussetzern. Aber es war gut so und es war vor allem „richtig“, was wir dort hörten.
Aber, bevor ich hier mit in das “früher-war-alles-besser-Gewinsel” mit einstimme, gebe ich Euch lieber einen link auf diese Seite, wo wir inzwischen einen großen Teil der späten Sessions aus den 80ern finden. Alles Perlen!
John Peel Sessions
PS. Wenn ich überlege, dass das eine Zeit ohne Internet war, frage ich mich heute manchmal, was eigentlich gewesen wäre, wenn es da schon MP3 und YouTube gegeben hätte? Manchmal war es vielleicht spannender, nicht alles sofort zu haben und zu hören/sehen. Sage ich mal so.
by itstoolong on April 19, 2006
(Ich schweife mal ab…) Die Diskussion mag alt sein. Ebenso lang die Liste der Argumente pro/contra. Ich persönlich tendiere immer (natürlich mit Ausnahmen) zu einer Live-Situation. Vielleicht ist es der fehlende Druck, der im Studio herrscht? Der Produzent, der abwesend ist? (In diesem Sinne höre ich zum Beispiel leidenschaftlich gern die Studio-Outtakes der Beatles…).
Ich nehme mal anhand von Snow Patrol drei Beispiele zur Hand (live in den “Maida Vale Studios” am 12/04/06), bei denen ich fühle, dass eine Studio-Aufnahme (auch wenn das Publikum fehlt) gegenüber der Live eingespielten Version schlicht und einfach abfällt. Ich lasse mich aber auch ebnso gern vom Gegenteil überzeugen, wenn die Argumente stimmen. Also:
Chasing Cars (live)
Hands Open (live)
You’re All I Have (live)
Chasing Cars (Studio)
Hands Open (Studio)
You’re All I Have (Studio)
(Die Live-Versionen habe ich mir von Derek gemopst)
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by itstoolong on April 18, 2006

“Beste Newcomer 2005 in den USA”, nominiert als “Artist of the Year” für den Minnesota Music Awards (neben Prince und Paul Westerberg – mit denen sie musikalisch nichts am Hut haben). Und wenn selbst “Pitchforkmedia”, VH1 und die “WashingtonPost” Cloud Cult mit Lob überhäufen, kann die Band eigentlich nichts falsch machen. Außer, dass sie mit ihrem Erfolg auf einem relativ kleinen Label (Earthology Records) den Majors und ihren Millionen für Promo und Payola die Nase zeigen.
Living on the Outside of Your Skin
Car Crash
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