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Archive for September, 2007

Musiker ausrauben

Vor ungefähr 2 Monaten bekam ich Post aus North Carolina: Ein gewisser Chris empfahl mir darin “unbedingt doch einmal Akron/Family zu hören! Die kämen aus seiner heimatlichen Umgebung und würden gerade stark gelobt”. Zum Beweis hingen 2 Lieder an, die mich für den chaotischen, rockigen, Bongotrommel-Folk der Akron/Family erwärmen konnten. Gut, nun bekomme ich diese Art Post regelmässig und wenn es mir die Zeit erlaubt, höre ich mir sogar an, was “ganz bestimmt das nächste, grosse Ding sein wird”. (Ich sollte einmal eine Liste mit den “TOP7-der-nächsten-grossen-Dinger-die-es-irgendwie-nie-geworden-sind” posten. Steht auf meinem Notizblock.).

Vorgestern nun fand ich wieder eine Meldung: “Akron/Family ausgeraubt. Bei unserem Gig in Toronto mussten wir bei der Rückkehr zu unserem Tourvan feststellen, dass uns (hier folgte eine Liste mit Instrumenten…) geklaut wurden.”

Gut, also so etwas ist wirklich der letzte Dreck. Musiker ausrauben ist nicht cool. Und auch wenn ich nicht mehr für Euch tun kann, als dieses Lied vorzustellen…

mp3: Akron Family / I’ve got some friends

Wer mag, kann ja das Album “Love is simple” bestellen (muss er aber nicht).

[tags]Akron Family, Love is simple[/tags]

The Glass – Mad At You

The Glass

Wenn mir bei diesem ganzen gejaulten Post-Folk, der die amerikanische Szene fest im Griff zu haben scheint, und der auch immer wieder hier hineinschwappt, schummerig wird, flüchte ich einfach zu den Elektronikern. Elektronik gern auch ein bisschen härter spielen die Iren (jetzt NYC) von The Glass auf ihrem “Mad At You”. Unlängst waren sie auf der Documenta (Kassel) und lieferten einem dezent zurückhaltenden Kunsthistorikerkreis reichlich Gesprächsstoff.

Dass Tanzmusik auch jenseits der monoton dumpfen Basslinie funktioniert, stellen sie jetzt auch auf ihrem heute erscheinenden Album “Couples Therapy” unter Beweis. Wer sich bei LCD Soundsystem, Justice, !!! und The Rapture heimisch fühlt, wird The Glass gern zu sich ins Haus lassen. Und dass sie sich benehmen können, beweisen sie ja auch auf dem Foto. Die darf man im Auge behalten.

mp3: The Glass / Mad at you (Graimey Remix)

Mehr von The Glass hören auf Plantmusik
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Jeremy – You're alright

In Wirklichkeit sind die Remixer die grossen Stars. Musiker würden das ja wohl so nie zugeben. Irgendwann merken die das dann wohl doch und vertrauen auf die heilenden Kräfte des Remix. Hier hat Allen Andrà© Anjos (RAC) Hand angelegt, der auch bereits für Bloc Party, The Shins, CSS und so weiter in die Bresche sprang. Jeremy schickt uns hier mit Schwung in die restlichen Sonnentage. Und die Frage, was dann hinter dem Horizont kommen wird, kann er auch nicht beantworten. Braucht er auch nicht.

mp3: Jeremy / You are alright (RAC mix)

Die LP-Version gibt es bei YouTube

[tags]Jeremy, Allen Andrà© Anjos, Bloc Party, The Shins, CSS[/tags]

Grandaddy – Elevate Myself

Bei dem Liedchen “Elevate myself” von Grandaddy stimmt einfach alles. Nur nicht mit mir – warum mir der Name bis gestern kein Begriff war, will mir nicht in den Kopf. Umgekehrt will mir dieses verfluchte Liedchen jetzt dort nicht mehr raus.

PS. Neues von Grandaddy? Da komme ich wohl zu spät, 2006 wurde der kreative und kommunikative Kollaps der Band erkannt und die Maschine gestoppt. Aargh!

DirektlinkYouTube: Grandaddy / Elevate myself

[tags]Grandaddy, Elevate, Myself, nature anthem[/tags]

60 Sekunden Filmfestival

Wie lange braucht eine gute Geschichte, ein guter Plot? 60 Sekunden?

Zeit, lehrt uns Wikipedia, bezeichnet die vom menschlichen Bewusstsein wahrgenommene Form der Ordnung des Auftretens von Ereignissen. Der Begriff “Zeit” wurde zum Thema für Physiker und Philosophen und beschäftigt uns, die wir in einer hektischen Zeit uns wähnen, mit immer neuen Fragen.

Das Festival Filminute stellt sich diese Fragen nicht. Oder nicht direkt. Eher schon, wieviel Zeit ein Film braucht, um ein Film zu sein. Deshalb hat Filminute Filme. Eine Menge Kurzfilme und eine einzige Vorgabe: Kein Film darf länger als 60 Sekunden dauern.

Eine Jury gibt es auch, d.h. jeder, der sich anmeldet, könnte abstimmen. Was nach “social community” duftet. Mich aber an dieser Stelle nicht reizt. Eher schon zu betrachten, wie die Filmemacher mit dem Zeitdruck fertig werden. Wie sie versuchen, mit der Zeit trickreich zu spielen, sie zu umgehen oder Teil des Plots werden zu lassen.

Und da ich jetzt keinen Film mit einem Direktlink promoten möchte, gebe ich dann schon lieber einen direkten Link auf die Seite, auf der alle 25 Filme zum Klicken und anschauen kompakt bereitliegen:

Die 25 Filme bei Filminute

Man muss ja auch nicht zu allem und überall seinen Mostrich dazu geben.

“Time isn’t after us, time isn’t holding us.”