Noch schöner als meine kryptischen Headlines finde ich eine Geschichte, in der sich zwei Franzosen (Fat Chimo und Chab The Jab) eine blutjunge Chorsängerin aus Schweden schnappen, die dem naiven Pop von Cocusuma erst die richtige Stimme verleiht. Die Krönung ist eigentlich nur noch, dass Bitchee Bitchee Ya Ya Ya das mal in die Hand nimmt und dem Ganzen noch einmal vollkommen durchgeknallte Drums und wummernden Bass untermischt.
Gehen Sie doch mal bitte zur Seite, wir wollen jetzt tanzen!
Erst Jens Lekman, dann Lykke Li und jetzt auch noch El Perro del Mar – liebe Schweden, was ist da oben eigentlich bei euch los, dass ihr uns fortlaufend eine Herrlichkeit nach der anderen schickt? Und immer so richtig flott was für’s Herz. Und ich dachte schon, ihr versinkt da oben in Tristesse und Einsamkeit?
Und wie klingt jetzt diese El Perro del Mar? Irgendwie zwischen amerikanischer und britischer Musik: Mehr Soul als ganz Detroit, mehr R&B als swinging London. Der neue musikalische Mittelpunkt der Erde liegt demnach jetzt zwischen dem 55. und 69. Breitengrad. Wenn das so weitergeht, dann kauf ich mir bald ein schmuckes Häuschen in Schweden und tänzel mit Euch beseelt über die Schären…
Kinder, ihr Debüt “Youth Novels” ist so verdammt gut. Wirklich, wirklich verdammt gut. Merkt Euch diesen Namen: Lykke Li, denn sie hat Großes vor sich. Und recht bald dürfen wir sie überall hören. Und jeder wird sie drücken und herzen und sagen wollen: “Ich habe sie zuerst entdeckt!”. Who gives a fuck?