Skip to content

Archive for Juni, 2011

Sampler: Ain’t that Twee?

Twee war immer niedlicher, naiver Pop mit süsslichen Melodien, doch dabei auch immer schräg und erfrischend unprofessionell. Sarah Records und Creation waren die Labels, die den neuen Zeitgeist, der lange keiner sein wollte, prägten. Indiepop wurde zum Lebensentwurf, zum Gegenpol gegen alles, was die “Industrie” in den Jahren produzierte.

Doch was ist Twee? Die einen schimpften ihn verächtlich “Wimp-Pop”, Pop von Weicheiern also, die anderen diplomatischer “Anorak-Pop”. Doch dass Twee die Geburtsstunde des Indie Pop – so wie wir ihn heute kennen – bedeutete, leugnet heute keiner mehr. Die Hälfte der Bands, die auf dem Slumberland Label erscheinen, beziehen sich heute wieder auf die frühen 1980er. Deshalb werfen wir heute einen Blick zurück auf einen Lebensentwurf, der heute wieder so aktuell wie damals erscheint. Doch zu viel ist geschehen (auch in der Musik und ihrer Vermarktung), als das man 1985 1:1 auf die heutige Zeit übertragen könnte. Doch Nostalgie muss nicht immer mit einem melancholischen Blick zurück einhergehen.

Direktlink: Isn’t that twee?

The Drums lassen in neues Album Portamento reinhören

The Drums verbinden wir wohl alle eher mit Let’s go surfing und einem Friede, Freude, Surfbrett-Gefühl. Der erste Vorgeschmack zum neuen Album “Portamento”, das irgendwann später im Herbst erscheinen soll, klingt aber jetzt erst einmal wesentlich dunkler, härter und 1980er. Ist das die neue Richtung, die The Drums einschlagen werden?

Waiting for a new c86 – The June Brides

Wer hat denn nun eigentlich den Indiepop erfunden? Und was haben die ganzen Bands in 2011 noch mit twee zu tun? Wenn ich mich einmal so richtig langweilen sollte, dann werde ich in einer eigenen Radio-Show die grosse Geschichte des NME-Mixtapes “c86″ (eine Bezeichnung, die später zu einem Genre wurde…) aufrollen und von der Entstehung des Indiepops erzählen. Und ich bin mir sicher, mir könnte der grosse Wurf gelingen.

Aber erst einmal spiele ich euch The June Brides vor, die als der grosse Einfluss auf “Twee” und “c86″ galten und gelten. Eigentlich paradox, hatten sie es doch abgelehnt, auf dem Mixtape “c86″ zu erscheinen.

mp3: The June Brides / Waiting for a chance (John Peel session, 1987)
Mehr über The June Brides bei Indepedia.

Summer Camp – Nobody Knows You

Schmutziger Synthie, dunkle Stimmung und Elizabeth Sankeys verzerrte Stimme bescheren so etwas wie ein bisschen Abkühlung von den ganzen heissen Trends der letzten Wochen und Monate. 1980 – wir kommen!


Du siehst nichts? Hier der Videolink

Dreitausendeinhundertsechsundsiebzig MP3

Wer noch Platz auf seiner Festplatte hat, und natürlich die Zeit dazu, sich 3.176 MP3 anzuhören, dem empfehle ich mal, den Rest des Abends und den Beginn der kommenden Nacht bei Insound zu verbringen und sich durch deren überbordenden Katalog zu kämpfen. Denn die haben praktisch von jeder Veröffentlichung der letzten Jahre je ein Lied für euch, das die guten Menschen dort mal so mir nichts dir nichts verschenken möchten. Klingt doch OK und hat auch keinen Haken.