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Archive for November, 2011

Was man halt so hört bei elbows

Sharon Van Etten

Schon goldig wie Sharon van Etten da auf diesem Bild in der Wanne hockt. Soll das Freizügigkeit darstellen oder gar Verruchtheit? Und was sagt dann dieses Bild über ihre Musik aus? Die “New York Times” sagt, dass sie ordentlich Gitarre spielt und gute Texte schreibt. Ich sage: sie wird 2012 die neue PJ Harvey oder EMA. Wenn der Preis noch zu vergeben sein sollte.

Download: Sharon Van Etten / Serpents

Oh nein! Ist das Simon & Garfunkel? Ach doch nicht, sind ja diese schräg-grossartigen of Montreal, die es doch glatt schaffen 3 komplette Alben in ein einziges Lied zu packen. Und schnell schunkeln wir dann auch zu 7 Minuten “Winter debts”, nur um dann in der nächsten Minute im psychedelischen Nebel fest zu stecken. Etwas viel auf einmal.

Download: of Montreal / Wintered Debts

Innovativ? Träum’ weiter! Da bleiben Totally Enormous Extinct Dinosaurs doch lieber ganz auf der sicheren Seite. Und “Dream on” klingt dann auch nicht wie Synth-Pop à  la 1983, sondern eben nur wie eine Vorstellung davon.

Download: Totally Enormous Extinct Dinosaurs / Dream On

The war on drugs – Come to the city – Slave Ambient

The war on Drugs

Es scheint ja nun schon fast zum guten Ton zu gehören, dass man, wenn man Musik nicht nur hört sondern auch noch darüber schreibt, über die besprochene Band mindestens eine Anekdote zu erzählen weiss. Eine packende Story, die man den geschätzten Lesern – anstatt sich auf das Wesentliche zu konzentrieren – dann wie beiläufig mitteilt. Meistens geht es in diesen Geschichten um allerlei Unwägbarkeiten zu Beginn der Karriere und um die wahnwitzigen Zufälle, die dazu geführt haben, dass besagte Band nun doch noch ihre Debüt-LP herausbringen konnte.

Über The war on drugs gibt es keine Geschichte zu erzählen. Jedenfalls kenne ich keine, die ich erzählen könnte. Denn Gott sei dank erzählen sie, mit jedem melancholischen Lied, mit jeder euphorischen Hymne, jedem optimistischen Rock und jedem Instrumentalstück eine ureigene Geschichte, die sich wie dieses “Come to the city” in den unterschiedlichsten Stilen ausdrückt. Wie ein Konzeptalbum, das scheinbar gar kein Konzept hat. Und es deshalb so besonders macht.

Download: The war on drugs / Come to the city

Dunkel, dunkler, The Nocturnes – Love

“The most beautiful music I’ve heard in ages” sagt Invisible Oranges (ein Metal-Blog!) zu den 5 Minuten 21 Sekunden, die sich The Nocturnes durch “Love” schleppen. Schöne Musik also, die uns mit in die tiefsten Tiefen der Melancholie reisst? Im November ist ja alles möglich.

Videodirektlink bei Vimeo.
The Nocturnes sind auch bei Bandcamp.

Coolrunnings – Fool Moon – Rusk

Coolrunnings klingen wie der perfekte Pop: Jubilierende Synths, eine Gitarre wie sie Ricky King nicht besser gespielt haben dürfte und eine Stimme, die da hingeht, wo es weh tut. Das ist schon ziemlich ansteckend.

Apropos Pop-Perfektion, wer hat nicht alles versucht, sie zu erreichen? Auf diesem Musik Blog gab und gibt es ja schon einige Beispiele, wo dies mehr oder weniger versucht wurde – mit wechselndem Erfolg. Hinter dem Link gibt es mit “Rusk” ein weiteres Beispiel.

Tashaki Miyaki – Get it right

Oh, Shoegaze aus Japan und die Pferde sind auch süß. Sind wir hier jetzt bei Wendy? Nein! Das Duo Tashaki Miyaki ist – seit ihrem Everly Brothers’ Cover “All I Have to Do is Dream” zu Beginn des Jahres – ganz frischer Buzz aus Kalifornien: dunkel, schwer und mit der vollen Ladung Sehnsucht für die gepeinigte Herbstseele.

Die EP gibt es als 12″, Stream und Download bei Bandcamp.
Direktlink bei Vimeo: