Entries Tagged 'Das Gute' ↓

Jimmy Eat World erleben ihr Stalingrad

Den eigenen musikalischen Untergang - in 12 Lektionen – proklamieren Jimmy Eat World auf “Chase the light”.

Vielleicht sollte ich weiter ausholen, um verständlich zu machen, wie sich die 4 aus einer grauen Vorstadt von Phoenix/Arizona aufmachten, mit “Static Prevails” und “Clarity” die Anerkennung zu erlangen, die eigentlich geradewegs in den Rockhimmel hätte führen können. Doch genau das werde ich nicht tun. Nichts ist so langweilig wie Geschichten über eine Musik aus der “guten, alten Zeit” zu erzählen.

Nein! Heute, da schreiben wir 2007 und heute ist nicht mehr wichtig, was einmal war. Heute gefallen sich Jimmy eat world in ihrem hier und jetzt. Und lassen mit ihrem plumpen Rock, ihrem öden Gegröhle und ihren schmierigen Hooks keine Möglichkeit aus, alles in Grund und Boden zu versenken und verbrannte Erde zu hinterlassen. Ich frage mich da nur: Vielleicht interessiert sie die Anerkennung ja gar nicht mehr? Vielleicht versuchen sie ja nur “dem neuen Publikum” genau das zu geben, wo nach es dürstet? Dann wäre ihnen mit “Chase the light” wohl noch etwas gelungen. Doch wer will so etwas schon?

Zum Schluss die gute Nachricht: Wer bei “Futures” geglaubt hatte, dass es nicht noch belangloser gehen könnte, der wird mit “Chase This Light” nun eines Besseren belehrt. Auch eine Art Fortschritt also…

So geht es auch: MP3: Jimmy eat world / Lucky Denver mint (live 2001)

The Octopus Project

Music is happiness! proklamierten The Octopus Project auf dem Vorgänger von “Hello, Avalanche”. Dieses Credo gilt auch für die neuen - rein akustischen - Stücke, die immer irgendwo zwischen ausgefeiltem Studioschnickschnack und rumpliger Schlafzimmerakustik schweben und genauso klingen. Was bleibt ist die Hyperaktivität der Herren und der Dame aus Austin, die spätestens nach 2 Minuten – ohne Rücksicht auf Verluste – jedes Lied zu Ende spielen. Oder sollte ich eher sagen, dass man sie unterbricht? Denn ihre Kreativität reicht für mindestens ein Doppel-Album. Ach, was wäre es doch eine Freude, so etwas live zu sehen…

MP3: The Octopus Project / I Saw The Bright Shinies
MP3: The Octopus Project / Truck

Hello, Avalanche gibt’s auf Peek-A-Boo Records

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Throw me the statue

Niemals zu schön, niemals zu ehrlich – Seattle hat einfach alles: Musikikonen, Microsoft, Starbucks und tausende von Menschen, die ganz gewiss ihre Geschichte über die Stadt und genau diese Stereotypen zu erzählen haben – auch wenn sie ganz bestimmt nie dort gewesen sein sollten. Throw Me The Statue aka. Scott Reitherman weiss zu genau um diese Mythen und vermischt sie auf Moonbeams zu seinem ganz persönlichen Mix aus Garagenrock über Elektro-Pop hin zu Indie-Pop. Und wie ein Künstler, der allzu genau weiss, dass musikalische Strukturen beherrscht sein müssen, um mit ihnen spielen zu können, nimmt er das Ganze scheinbar gar nicht so ernst. Und sein Pop bleibt bei aller Sperrigkeit eine angenehm luftige Angelegenheit. Sehr schön.

KEXP hatte sie im Studio und ich ein MP3 zum Download.

MP3: Throw me the statue / About to walk

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Spoon hoert auf Via Audio

Jim Eno von Spoon produziert sie, Chris Walla (Death Cab For Cutie) ist einst über Via Audio bei MySpace gestolpert und hängen geblieben - seitdem empfiehlt er sie ungefragt absolut jedem. Referenzen sind das!

Reichlich viel Lob für Brooklyns neue Lieblinge. Aber dieses warme und melancholische ‘Presents’ bohrt sich auch so herrlich fest im Kopf. Neues Album saysomethingsaysomethingsaysomething ist auch da! Wer sagt’s denn, läuft…

MP3: Via Audio / Presents

Mehr MP3 gibt es legal und kostenlos bei SideCho

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