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Posts from the ‘musik kostenlos downloaden’ Category

Bitchee Bitchee Ya Ya Ya vs. Cocosuma

Noch schöner als meine kryptischen Headlines finde ich eine Geschichte, in der sich zwei Franzosen (Fat Chimo und Chab The Jab) eine blutjunge Chorsängerin aus Schweden schnappen, die dem naiven Pop von Cocusuma erst die richtige Stimme verleiht. Die Krönung ist eigentlich nur noch, dass Bitchee Bitchee Ya Ya Ya das mal in die Hand nimmt und dem Ganzen noch einmal vollkommen durchgeknallte Drums und wummernden Bass untermischt.

Gehen Sie doch mal bitte zur Seite, wir wollen jetzt tanzen!

Cocusuma / Charlotte (Bitchee Bitchee Ya Ya Ya remix)

Here comes the wind – hier kommen Envelopes

‘Demon’ war schon prächtig – doch ‘Here comes the wind’ macht die Jungs aus Malmö entgültig zu Rettern aus der nervigen Schwedenwelle.

Feist fiepen 8-bit-Synths, verspielt tuckern Bässe – Katastrophe! Haben die Envelopes seit ihrem letzten Album die Gitarren etwa versenkt und setzen jetzt auf Chiptune? Ein absurder Gedanke! Nichts haben sie verlernt, keine halbgaren Kompromisse werden gemacht: Brachiale Riffs, zuckersüsser Disco und relaxter Surf – noch immer spielen die irren Schweden alles, was ihnen in den Kopf kommt und knallen es auf ‘Here comes the wind’.

Je süsser also ‘Party’ beginnt, desto gefährlicher. Wer auf Nummer sicher gehen will, der kann sich bei Envelopes so ein Widget auf seine Festplatte holen, und die ganze Schönheit in epischer Breite anhören.

MP3: Envelopes / Party (Sportsday Megaphone Remix)
Hören: Envelopes aus MySpace

[tags]Schweden, Malmö, Envelopes, Here comes the wind[/tags]

Unter dem Radar

In einem Interview mit Pitchfork lassen Tapes ‘n Tapes die Katze aus dem Sack und veröffentlichen schon einmal Tracklist und Coverart für ‘Walk it off’ – mehr dann am 8. April.

Nicht nur Obama hat ihn gewonnen, auch jedermanns Liebling ‘Feist’ staubt einen Grammy ab. Video 1, 2, 3, 4 (Live bei den 2008 Grammys). Natürlich für einen Werbesong – für was denn sonst?

Wie mag es klingen, wenn man einmal die Pretenders mit den Kinks kreuzt, alles wieder umkippt und das Ergebnis mit üblen Hall versetzt und zum Schluss durch übersteuerte Amps katapultiert? Wie Ouija Radio. Bitteschön:

MP3: Ouija Radio / Today is our last tomorrow

Den Bejar und Sydney Vermont

Hello Blue Roses

Raleigh hiessen früher uncoole Fahrräder aus England, die den einzigen Vorteil hatten, das ich sie mir nie leisten konnte. Und die ich heute, wo ich sie mir leisten kann, nicht fahren würde. In den letzten Monaten häufen sich aber die Berichte, dass Raleigh in den USA eine verflucht heisse Stadt sein muss: Immer mehr von diesen US Kids aus Raleigh fördern einen spannenden Output zutage. Jetzt gesellen sich auch The Light Pines dazu und basteln mit an der Legende von Raleigh. Spannend.

MP3: The Light Pines / The healers

“Beim nächsten Mal wird’s noch mal besser”, denkt sich Den Bejar, der neben Destroyer, Swan Lake und The New Pornographers Zeit genug findet, zusammen mit Sydney Vermont mal eben in die 1980er Jahre zu reisen. Ob das passt? Die Grundstimmung von Hello, Blue Roses ist mir ein wenig zu blumig und verträumt. Aber ich habe aber kein Problem damit – höchstens sorge ich mich darum, was Den eigentlich in seiner Freizeit so treibt…

MP3: Hello, Blue Roses / My shadow falls

Rumskib? Rumskib!

Rumskib

Meisterwerk oder Plagiat oder beides? Was die Sängerin Tine Louise von Rumskib allein mit ihrer Stimme an wohligen Schauern erzeugt, ist schon gigantisch.

MP3: Rumskib / Sneak

Ja, es muss schon einiges passieren, bevor ich mich ernsthaft mit musikalischen Randerscheinungen wie “nu Gaze” beschäftige. Allein die Nennung des Begriffs ruft in mir schon ernsthafte Beklemmungen hervor. Was ich da so hörte, klang allzu oft eine Spur zu dramatisch, zu pompös oder einfach zu kitschig. Oder – was es schon eher trifft – zu sehr wie ein Aufguss von Dead can Dance oder den Cocteau Twins, die ich heutzutage einfach nicht mehr hören muss.

Mein Erstaunen war jedenfalls gross, als ich merken musste, dass Rumskib nichts von meinen Vorurteilen bestätigen wollen: Die können ja richtig losknallen! Und wer glaubt, dass dies nur auf “Sneak” mögich sei, der hat nicht mit diesen Dänen gerechnet: Mühelos gelingt den Beiden der Seilakt zwischen den genretypischen, tristen Momenten und leuchtenden Ausbrüchen. In dem sie dunkel und hell vermengen, finden sie originelle Strukturen, die sie weit über ähnlichen Bands stehen lässt. Da dürfte sich so manche andere Shoegazeband ganz schnell noch einmal ins Studio zurückziehen und alles neu überdenken.

Tatsächlich habe ich mich also gerirrt: Ich gelobe Besserung. Nur der Begriff “nu Gaze” kommt mir so bald nicht mehr über die Lippen.