Von am 4. Juli 2011 in Allgemein, Twee

Gold-Bears, was hört ihr da?

Gold Bears spielen aus ihrem neuen Album "Are You Falling In Love?".

Was die Paris Sisters für Jeremy Underwood von den Gold-Bears bedeuten, warum er gern vor dem Kamin spielt und was er kurz nach dem Aufstehen summt: 5 Fragen und 5 Antworten an eine Band, die gerade im Affenzahn durch das Studio gefegt ist und ihr formidables Debüt „Are You Falling In Love?“ bei Slumberland Records veröffentlicht hat. Und von dem wir noch einiges zu hören kriegen werden…

(please scroll down for english version)

Was war das erste Lied, das Du heute Morgen nach dem Aufstehen gesummt hast?
„Sudden Walks“ von Small Reactions. Seitdem die mir vorab ihre 7″ geschickt haben, summe ich das schon die ganze Zeit vor mich hin.

Was sind deine Inspirationsquellen?
Am meisten Musik und das tägliche Leben. Ich höre wirklich viel Musik am Tag und ich wäre dumm, würde ich jetzt behaupten, dass ich mich nicht von der Musik anderer inspirieren lasse – sie ist so omnipräsent in meinem Leben. Aber auch das Alltägliche inspiriert mich sehr: kurze Gespräche mit meiner Frau, Freunden oder Kollegen. Für die Texte mag ich es, mich sehr bildhaft an Gespräche und Situationen zu erinnern und sie dann in ziemlich extreme Situationen zu verwandeln.

Hast Du einen bestimmten Song, der deine Kreativität beflügelt, wenn Du an einem neuen Lied, einer Platte arbeitest?
Ich habe eigentlich keinen bestimmten Song, der meine Kreativität so richtig in Gang bringt. Zur Zeit höre ich viele Lieder von Freunden, die mich daran erinnern sollen, dass auch ich vielleicht Lieder schreiben könnte, die an deren Level heranreichen. Also höre ich viel Brave Irene/ Rose Melberg, Summer Cats und Sarandon.

Wo und wie komponierst Du deine Lieder?
Ich neige eher dazu Lieder zu schreiben, wenn ich es eigentlich gar nicht will. So habe ich zum Beispiel „Something to think about“ auf dem Weg zur Arbeit im Auto geschrieben. Kreativität kommt echt im ungünstigsten Moment… Bevor ich dieses Handy hier hatte, mit dem man aufzeichnen kann, habe ich im Auto Texte und Melodien immer wiederholt – immer in der Hoffnung, dass ich sie nicht vergessen werde. Zum Glück habe ich jetzt eines von diesen Smartphones, mit dem ich mehr an den Songs feilen kann.

Hast Du irgendein Ritual oder eine bestimmte Angewohnheit um kreativ zu sein?
Ehrlich gesagt, ein Ritual oder eine Angewohnheit habe ich da nicht. Es ist bei mir eher so, dass, wenn ich versuche kreativ zu sein, das meistens komplett in die Hose geht und der Song unehrlich und irgendwie gezwungen klingt. Das ist echt dumm – am meisten bin ich in den unmöglichsten Augenblicken kreativ. Nichtsdestotrotz, ich mag den Sound in meinem Wohnzimmer. Da entsteht ein ganz besonderer Klang der Gitarre, wenn er vom Kamin zurückhallt. Klingt echt gut.

Zum Schluss die Frage: Wenn es ein Lied gibt, das dich und dein Leben am besten beschreiben könnte, welches wäre es?
„I love how you love me“ von The Paris Sisters.

mp3: Gold Bears / Record Store

(english text)
Q: What was the first song you’ve been humming this morning?
A: I was humming „Sudden Walks“ by Small Reactions this morning. I’ve been humming that song ever since they sent me an advance of their new 7″.

Q: What are your sources of inspiration?
A: Music and every day life, mostly. I consume a lot of music on a daily basis. I’d be stupid to say i don’t draw inspiration from admiring someone else’s work; it is so ubiquitous in my life. i am also very influenced by the mundane: small conversations i have with my wife or friends or with co-workers. lyrically, i like to take vivid memories of conversations or situations and turn them into the most extreme circumstances.

Q: How do you get creative? Do you have a creativity habit?
A: I don’t really have a ritual or habit when I want to get creative. In fact, I find that if i try to be creative then I wind up writing a dishonest/forced song. This is quite unfortunate, actually. I am often creative at the most inopportune times. However, I like the way my living room sounds. There’s just something about the way the guitar bounces off the fireplace. It’s quite nice.

Q: How and where do you compose your songs?
A: I tend to write songs when I don’t want to. For example, I wrote a song off our second 7″ („something to think about“) while I was driving to work. Creativity sneaks up at the worst times, really. Before I had a phone that was capable of recording audio, I would repeat a lyric and melody to myself over and over and over during my drive to work in hopes i’d remember it in the morning. Fortunately, I now have a phone that is rather smart – I can work on songs more often.

Q: What is your favourite music tune that you always play when you need to get creative with your new project?
A: I dont have a particular song that sparks instant creativity. Currently, I like to listen to songs that my friends have written to remind me that maybe I can write a song that’s at their level. maybe. So I listen to a lot of Brave Irene/ Rose Melberg, Summer Cats, and Sarandon.

Q: If there’s a theme song to your life, what would it be?
A: „I love how you love me“ by the Paris Sisters.

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