Von am 9. August 2007 in Allgemein

Die Angst des Bloggers vor dem content

Bei meinem morgendlichen Blick auf „50 der beliebtesten Blogeinträge der letzten 24 Stunden“ bei Blogscout (die können ja nichts dafür) drängt sich mir die Frage auf, wo denn eigentlich der Dreck wirklich seine Heimat gefunden hat: Bei „Gülcans Hochzeit“ im Privatfernsehen oder in manchen Blogs, die sich in Diskussionen über virale Filmchen oder in Kommentaren über die gemeinen Abmahnungen von Ex-Boxern erhitzen, die einfach nicht mehr so genannt werden wollen, wie jeder sie nennt?

So wird aus Nichts schnell content. Oder besser: Nichts ist content. Und manche Bloggflöten kopieren brav dieses Nichts. Je mehr Nichts kopiert wird, desto höher wird die Quote („Mache mich zum Favoriten bei Technorati, dann mache ich Dich zum Favoriten bei Technorati“). Allein gelassen bleibt der Leser. Oder besser, der Leser, der etwas lesen will. Aber dann müssten manche ernsthaft etwas erzählen.

Also kein Unterschied zu „Gülcans Hochzeit“? Doch. Die dort verdienen wenigstens noch ein paar Euro, in dem sie ihren Dreck zwischen zwei Werbeinseln einklemmen. Etwas, wovon manche Blogger eben nur träumen.

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