Von am 22. Juni 2011 in Allgemein

Interview: Wie machen Sie das, Cassettes won't listen?

Jason Drake, ein-Mann-Orchester und Kopf hinter Cassettes won’t listen, plaudert heute Morgen über Kreativität, wie er seine Lieder komponiert und was „Futurama“ für ihn bedeutet…
(scroll down for english version)

Evinspacey, das neue Album von Cassettes won't listen

Was war das erste Lied, das Du heute Morgen nach dem Aufwachen gesummt hast?
Hm, eigentlich summe ich morgens nicht. Ich brauche erstmal Kaffee, damit ich in Gang komme.

Wovon lässt Du dich inspirieren?
Meine Hauptinspirationsquelle ist das, was mich umgibt. Besonders der Ort, an dem ich lebe. Ich bin vor 3 Jahren nach LA gezogen um an meinem neuen Album zu arbeiten. Und da wurde mir bewusst, wie wichtig es ist, wenn man neue Orte für sich entdeckt und welchen Einfluss es hat, wenn man sich an einem neuen Ort niederlässt. Ideal wäre da natürlich – und was ich wirklich einmal möchte, wenn ich mich an das nächste Projekt mache – ein neues Album in irgendeiner neuen Stadt, irgendwo auf dieser Welt aufzunehmen. LA hat da schon echt einen ziemlich starken Einfluss auf mich, vor allem wenn man wie ich aus Brooklyn hier herkommt. Der Raum und die Weite dieser Stadt ist etwas vollkommen Neues für mich, eine neue Erfahrung, und ich denke, dass man das auch an meinem neuen Album hört.

Was brauchst Du, um kreativ zu sein? Hast Du da irgendeinen Trick oder eine bestimmte Angewohnheit?
Tja, das ist eine verzwickte Frage. Ich wünschte, ich hätte da eine einfache Antwort und Lösung dafür, wie man „kreativ sein kann“. Ehrlich gesagt warte ich erstmal darauf, dass mich irgendwie die Inspiration trifft und ich vermeide es bei meiner Arbeit, sie zu sehr zu „zwingen“. Das Wichtigste bei meiner kreativen Arbeit aber ist für mich, dass in meiner Umgebung alles ordentlich und aufgeräumt ist. Ich kann einfach nicht arbeiten, wenn um mich herum Durcheinander ist. Das bedeutet natürlich auch, dass das Studio hinterher aussieht, als hätte da eine Bombe eingeschlagen. Ich rate einfach mal, dass man einen Ort findet, an dem man sich voll und ganz wohlfühlt.

Wie und wo komponierst Du deine Lieder?
Ich beginne meistens mit einem drum pattern und darauf baut sich dann alles auf. Obwohl ich seit kurzem eher wie ein Remixer an neue Songs herangehe: Ich komponiere und nehme das dann auf. Anschliessend blende ich die ganze Musik aus und beginne von neuem mit nur dem Gesang. Das nimmt einiges von dem Druck weg, ein neues Stück mal so aus dem Stegreif zu schreiben. Ich habe ein eigenes Studio zuhause, so dauert mein Weg zur Arbeit auch nur 3 Sekunden.

Hast Du ein bestimmtes Lied, das deine Kreativität beflügelt wenn Du an einem neuen Projekt arbeitest?
Kommt ganz darauf an, ob ich ein Instrumental oder ein gesungenes Lied produziere. Ich mag die alten Sachen von DJ Shadow und Beck unheimlich.

Letzte Frage: Wenn es ein Lied gibt, das dich am besten beschreibt: welches wäre es?
Das Titellied von „Futurama“.

Stream: Die neue CD „Evinspacey“

English version:
Q: What was the first song you’ve been humming this morning?
A: Hmmmmm, I don’t really hum in the morning. I need coffee to get things going.

Q: What are your sources of inspiration?
A: My main source of inspiration has always been my surroundings, particularly where I live. I moved to Los Angeles almost 3 years ago to work on my new record and I discovered how influential and important discovering and settling in new areas of the world are. Ideally I’d like to record a new album in a new city around the world each time I approach a project. LA had a huge impact on me, especially coming from Brooklyn. The spaciousness of the city was unlike anything I was used to and I think it becomes apparent in the new music.

Q: How do you get creative? Do you have a creativity habit?
A: That’s a tricky question. I wish I had a simple answer and a simple solution on how to „get creative“. Honestly, I sort of wait around for inspiration to hit and try not to force my work too much. The one main thing I need to keep my productivity going while I’m feeling creative is a clean and tidy environment. I can’t start work with clutter. Although by the time I’m done, the studio looks like a bomb went off. My advice would be to have a place you feel completely comfortable in.

Q: How and where do you compose your songs?
A: I tend to start with a drum pattern and build off of that. Although, lately I’ve been approaching the song as a remixer. I’ll write a song and record it, strip all the music out and start again with just the acapella. It takes some of the pressure off of creating a great song right off the bat. I have a home studio so my commute to work is about 3 seconds.

Q: What is your favourite music tune that you always play when you need to get creative with your new project?
A: Depending if I’m setting out to produce an instrumental or a song with vocals. I’ve always enjoyed older tracks by DJ Shadow and Beck.

Q: If there’s a theme song to your life, what would it be?
A: Theme song to Futurama.

Kommentare dazu:

Kommentar schreiben

Kommentar

«

»